Forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung

Mann im Waldhang

Revierförster bei der Aufnahme

Die Bayerische Forstverwaltung erstellt alle drei Jahre die Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung, kurz auch Vegetationsgutachten genannt. Die Forstlichen Gutachten gibt es seit 1986.

Bevor die Forstlichen Gutachten erstellt werden, führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Forstverwaltung alle drei Jahre im Vorfeld der Drei-Jahres-Abschussplanung für Rehwild von Ende Februar bis Anfang Mai eine Inventur der Waldverjüngung durch. Dabei werden bayernweit über zwei Millionen junge Waldbäume untersucht, ob und wie stark diese durch Schalenwildverbiss (Rehwild, Rotwild) beeinflusst sind.
Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Freising wertet die im Rahmen der Verjüngungsinventur erfassten Daten aus. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird für jede der rund 750 Hegegemeinschaften in Bayern ein Forstliches Gutachten erstellt.
Die Forstlichen Gutachten sind für die Beteiligten an der Abschussplanung – Jagdvorstand, Eigenjagdbesitzer und Revierinhaber - ein wichtiges Hilfsmittel, um für die jeweils kommende Planungsperiode gesetzeskonforme Abschusspläne für das Schalenwild aufzustellen. Für die unteren Jagdbehörden stellen die Gutachten eine wesentliche Entscheidungsgrundlage bei der behördlichen Abschussplanung dar.

Weitere Informationen zu den Forstlichen Gutachten Bayern

Ergebnisse der Forstlichen Gutachten 2018 in der Stadt und im Landkreis Bayreuth

Der durch Rehwild und teilweise Rotwild verursachte Verbiss an jungen Waldbäumen hat sich bei geringen regionalen Veränderungen gegenüber dem vorangegangenen Gutachten 2015 insgesamt nur wenig geändert. Wie 2015 wurde bei zehn Hegegemeinschaften eine tragbare und bei fünf Hegegemeinschaften eine zu hohe Verbissbelastung festgestellt.
Ergebnisse der Forstlichen Gutachten nach Hegegemeinschaften (Abgekürzt: HG) im Jahr 2018
HG-Nr. Name der
Hegegemeinschaft
Einwertungen der Verbissbelastung Abschuss-
empfehlung
416 Bad Berneck tragbar beibehalten
417 Gefrees tragbar beibehalten
418 Fichtelgebirge zu hoch beibehalten
419 Speichersdorf tragbar beibehalten
420 Weidenberg tragbar beibehalten
421 Bayreuth-Süd tragbar beibehalten
422 Waldhütte tragbar beibehalten
423 Mistelgau tragbar beibehalten
424 Hollfeld zu hoch erhöhen
425 Waischenfeld-Ahorntal tragbar beibehalten
426 Pottenstein tragbar beibehalten
427 Betzenstein zu hoch erhöhen
428 Pegnitz tragbar beibehalten
429 Schnabelwaid zu hoch erhöhen
430 Creußen zu hoch erhöhen

Ansprechpartner

Georg Dumpert
AELF Bayreuth
Adolf-Wächter-Straße 10 - 12
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 591-1000
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