Fachtagung Ernährungsbildung 2018
Wir sind doch nicht aus Zucker! Kinderernährung in Bewegung

Lachendes Kind mit Regenschirm

© famveldman - fotolia.com

Die Tagung des Fachzentrums für Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung am 17.Oktober 2018 in Bayreuth geht unter dem Motto "Wir sind doch nicht aus Zucker! - Kinderernährung in Bewegung" auf die relevanten Zusammenhänge des Zuckerkonsums sowie den Einfluss der Bewegung auf die Kinderernährung ein.

Die Erzieherinnen und Erzieher, Fach- und Führungskräfte in Betreuungseinrichtungen sind genauso wie jungen Eltern selbst oftmals mit Ernährungsfragen konfrontiert. Junge Eltern und Familien fragen sich nicht selten: Was ist das Beste für mein Kind?
Ernährungsempfehlungen sind unbestritten wichtig. Entscheidend ist jedoch, was sich davon umsetzen lässt. Die Fachtagung gibt Anregungen und ist ein Forum zum Erfahrungsaustausch.

Programm

9:30 Uhr - Eröffnung und Grußworte
Behördenleiter, AELF Bayreuth
Vertreter des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
9:50 Uhr - Aktuelles aus dem Fachzentrum Ernährung/ Gemeinschaftsverpflegung Oberfranken
Eva-Maria Stemp, Projektmanagerin Ernährungsbildung
10:00 Uhr - Süß, süßer, am süßesten - Ernährungserziehung im Spannungsfeld zwischen Genetik, Werbung und (Familien-)Alltag
Edith Gätjen beleuchtet die Hintergründe der Vorliebe für Süßes und diskutiert, wie man in der Ernährungserziehung mit der Anziehungskraft des Zuckers umgehen kann.
Edith Gätjen, Oecotrophologin, Systemische Familientherapeutin und Supervisorin, Köln
11:10 Uhr - Bewegungsideen für die Umsetzung mit Kindern im KiTa-Alltag oder zu Hause
11:15 Uhr - Draußen – dreckig – glücklich! Warum Kinder Bewegung im Freien brauchen
In diesem Vortag behandelt Dr. Uta Engels die Bedeutung von Bewegung für Kinder und geht dabei insbesondere auf die Bewegung im Freien ein.
Dr. Uta Engels, Sportwissenschaftlerin, Universität Regensburg
13: 30 Uhr - 16:00 Uhr - Foren
1. Durchgang und 2. Durchgang
Moderation: Eva-Maria Stemp, Projektmanagerin Ernährungsbildung
Forum 1 - Süßes im Alltag – wie gelingt die Gratwanderung?
Eltern und Erzieher stehen jeden Tag vor neuen Herausforderungen in der Ernährungserziehung. Süßes übt eine große Anziehungskraft aus. Wie schaffen wir es, dem Reiz des Zuckers entgegenzuwirken? Und was hat es mit den zahlreichen süßen Alternativen auf sich? Praktische Impulse gibt dieses Forum.
Edith Gätjen
Forum 2 - Wiese oder Asphaltdschungel, Regen oder Sonnenschein – Hauptsache draußen!
Bewegung – besonders im Freien – ist nicht nur für die körperliche Entwicklung von Kindern unerlässlich. Im Forum betrachten wir aus verschiedenen Perspektiven, wie wir das Bewegungsverhalten von Kindern im Freien fördern können: Mit welchen Ideen und Ansätzen lassen sich Stubenhocker nach draußen locken oder wie vermitteln wir Kindern das Abenteuer „Natur“? Wir müssen die Kinder „von der Leine lassen“, um ihren Ideenreichtum und ihr Explorationsverhalten im "FREI-en" zu fördern.
Dr. Uta Engels
Forum 3 - Kinderernährung kinderleicht, oder?! – Handlungsempfehlungen versus Realität
Ausgehend von den Handlungsempfehlungen des Netzwerks "Gesund ins Leben" möchten wir mit Ihnen diskutieren: Wie sieht die Ernährungssituation der Kinder in der Praxis aus, welche Schwierigkeiten treten im Alltag auf und wie können wir die Eltern mit ins Boot holen? Bringen Sie Ihre Erfahrungen ein und erarbeiten mit uns gemeinsam Strategien, die Ihnen die Umsetzung im Alltag erleichtern.
Andrea Pölt

Veranstaltungsort
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth

Anmeldung
Anmeldung ist bis zum 5. Oktober 2018 möglich. Der Tagungsbeitrag beträgt 25 Euro.

Ansprechpartnerin der jährlichen Fachtagung

Eva-Maria Stemp
AELF Bayreuth
Adolf-Wächter-Straße 10 - 12
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 591-313
Fax: 0921 591-111
E-Mail: poststelle@aelf-by.bayern.de

Rückblick

Fachtagung 2017

Fachtagung 2017: Kinderernährung in Bewegung - ein Blick über den Tellerrand

Teilnehmer stehen mit erhobenen Armen im Veranstaltungssaal.

Im Rahmen der Fachtagung am 17. Oktober 2017 wurde ein Blick über den Tellerrand gewagt. Denn wie gesunde Ernährung funktioniert wissen viele. Doch was auf den Tellern landet, wird auch von prägenden Faktoren und familiären Gegebenheiten mitbestimmt. Die Tagungsgäste beschäftigten sich deshalb mit der biografischen Entwicklung eigener Essvorlieben. Und der eine oder andere konnte sich sicherlich mit dem Leitsatz "So, wie meine Eltern gekocht haben, die Oma gekocht hat, den Geschmack habe ich eben…" identifizieren. Aber auch die Rolle der Väter für ihre Kinder und Familien sowie das Thema Bio-Lebensmittel standen an diesem Tag im Blickpunkt. 

Eine aktive Pause und das Bewegungsforum sorgten für gute Stimmung und spielerische Bewegungsideen. Die Teilnehmer erhielten außerdem neue Impulse, um Kinder langfristig zu Bewegung, aktivem Spielen und Sport zu motivieren. Insgesamt durften die Tagungsgäste viele neue Anregungen mit nach Hause nehmen und können diese als MultiplikatorInnen in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Gesundheit an junge Eltern und Familien weitertragen.
Der rege Erfahrungsaustausch untereinander war eine wertvolle Ergänzung zum fachlichen Input und den alltagsbezogenen Anregungen durch die Referenten. Die Organisatorinnen Dr. Katrin Müller und Elisabeth Weber freuten sich, dass über 100 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus ganz Oberfranken mit ihnen gemeinsam über den Tellerrand geblickt haben.

Fachtagung 2016

Fachtagung 2016: Kinderernährung in Bewegung - Herausforderungen und Chancen

Zwei Hauptvorträge und vier Workshops kombinierten Theorie und Praxis. Das Thema Gesundheitsförderung, insbesondere von Kindern mit Migrationshintergrund, wurde ganzheitlich betrachtet. Wie Präventions-Programme in Kitas umgesetzt werden können, war ein weiterer Schwerpunkt. Die Teilnehmer erhielten Antworten auf Fragen rund um das Thema Kinderernährung. Wie Kinder essen lernen, wie frühkindliche Ernährungserziehung funktioniert und wie Kindermilch, Quetschbeutel und Co. mit ihren zahlreichen Packungsangaben bewertet werden können, wurde umfassend beleuchtet. In puncto Bewegungsarmut sorgten aktive Pausen und das "sportliche Forum" für gute Stimmung und spielerische Bewegungsideen.